Ein neuer Campus am Rand der Altstadt
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Mehr Raum für Wissen, Begegnung und neue Ideen: Auf dem Areal Platztor in der Stadt St.Gallen soll ein neuer Campus der Universität St.Gallen entstehen. Er bietet Platz für rund 3'000 Studierende und ergänzt den bestehenden Standort auf dem Rosenberg. In den vergangenen Monaten durften wir als Planungsbüro mit der Erarbeitung der Zonenplanänderung und des Sondernutzungsplans wichtige Grundlagen für die Verwirklichung dieses Projekts schaffen. Nun ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Das Mitwirkungsverfahren läuft!

Ausschnitt aus dem Sondernutzungsplan Platztor; raum.manufaktur.ag
Grundlage der Planung bildet das Siegerprojekt «Tsumiki» der ARGE Graber Pulver Jaeger Coneco, Zürich, das im Jahr 2025 aus einem Projektwettbewerb hervorging. Das Preisgericht würdigte den Entwurf als «kleine Stadt im grossen Haus»: Drei übereinanderliegende, gegeneinander verschobene Geschosspakete nehmen den Höhensprung von bis zu zwölf Metern über das Areal auf und vermitteln zwischen Altstadt, St.Jakob-Strasse und dem Wohnquartier am Rosenberg.
Der Neubau soll flexibel nutzbar sein und mit möglichst geringen Treibhausgasemissionen realisiert und betrieben werden. Eingebettet in eine parkartige Landschaft verbindet er die Altstadt mit dem grünen Rosenberg, auf dem die Universität heute beheimatet ist. Er entsteht in Holz- beziehungsweise Holz-Beton-Verbundbauweise.
Die «Offene Kirche», 1924/25 als «First Church of Christ Scientist» erbaut, bleibt erhalten. Sie wird instand gesetzt, künftig als Veranstaltungsort für Studierende genutzt und hält damit ein Stück Geschichte des Ortes lesbar. Rund um die Gebäude entstehen Platzbereiche, Wiesen, Wildstauden, Sträucher und neue Bäume. Begrünte Dächer und wasserdurchlässige Beläge halten Regenwasser zurück und dämpfen die sommerliche Hitze.

